Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich bin eine durchaus liebevolle Mutter und freue mich, wenn es meinen Kindern gut geht. So wie Ben und Mia. Sie sind im Skilager, freiwillig. Sie waren aufgeregt und haben sich gefreut, so wie immer. Ben hat sein Smartphone dabei, Mia ihren Ipod, so wie immer.

Der Einzug der digitalen Gadgets in die Lagerwelt …

Er ermöglicht meiner Mia, mich am Abend, nach dem Nachtessen, vor dem Abendprogramm, genau dann, wenn ihr Heimweh sich manchmal meldet, mit dem Smartphone ihres Bruders telefonisch zu erreichen. Ich muss Ihnen nicht erzählen, wie es ist, wenn die Tochter ins Telefon weint. Es gibt nun mal Heimweh im Lager. Das gehört dazu wie die Disco, wie Sprechgesänge vor dem Essen und Schwatzen im Schlafsack bis die Augen zufallen.

Was passiert nun, wenn die Kinder ihre Eltern immer erreichen können? Ich glaube, es tut ihnen nicht gut und den Eltern auch nicht. Ich sehe durchaus viele Vorteile, die Smartphones und Co. uns bringen. Aber seit kurzem würde ich die damit einhergehende ständige Erreichbarkeit der Eltern als Nachteil anführen.

Maya Zettler, eine lager- und heimweherprobte Mutter