Als das Skateboard noch Rollbrett hiess, war es schon wahnsinnig cool. Und ich damals? Ich schaute staunend den grossen Jungs zu. Mann, waren die gut! Ich blieb mittelmässig, kam zurecht. Ehrlich, ich hatte zu viel Schiss für Heldentaten.

Nun, ich habe zwei Kinder und ich gebe nicht auf. Das Wetter ist ideal, frühlingshaft, lieblich. Ich hole das Skateboard hervor und denke: Ich versuche, die Kids dafür zu ermutigen, vielleicht sogar zu begeistern. Dass es Mut braucht, weiss ich ja und dass aller Anfang schwer ist, ebenfalls.

Schon wieder staunen, wie damals, nur: Ich staune über die Kleinen. Nach kurzer Zeit steht mein Kleiner wie ein Grosser sicher auf dem Brett – lachend, mutig, frech. Er hört sich noch einige Tipps an, löst sich dann aus meiner väterlichen Begleitung, probiert erste Tricks aus. So soll es sein!

Ich erzähle die Geschichte einer Arbeitskollegin.

Vielleicht wäre ich mutiger gewesen, wenn mein Vater wohlwollend meinen Versuchen zugeschaut hätte.

höre ich mich sagen. Das heisst

Manchmal braucht es gar nicht so viel, nur da sein, teilnehmen, sich freuen, wenn die Kinder ausprobieren und auf Wunsch einen Tipp geben.

Reto Zurflüh, Elternbildung Aargau und Papa