Ich bin kein Morgenmensch. Unser Sohn auch nicht – und schon gar nicht dann, wenn es praktisch wäre. Sie kennen das vielleicht…

In letzter Zeit allerdings passiert es öfters, dass er morgens früh bereits im Wohnzimmer sitzt und gamet. Also, ich finde ja schon, dass man sich am Morgen auch anders beschäftigen könnte. Da ich aber nicht viel von prinzipiellen Verboten halte und weil er damit niemanden stört, lasse ich ihn gewähren. Er muss sich einfach zuerst anziehen, Schulsack packen und mit uns anderen am Zmorgetisch sein. Und das morgendliche Gamen geht natürlich von seiner täglichen Bildschirmzeit ab.

Heute war ich um halb sechs bereits wach. Harndrang – Sie kennen das vielleicht – und da höre ich leise Schritte im Gang!

Mein erster Gedanke

Das ist jetzt also wirklich zu früh, da muss ich für Ordnung sorgen!

Stattdessen hab ich mich zusammen mit dem Sohnemann angezogen, ein Stück selbstgemachten Zopf vom Sonntag gegessen und geplaudert. Dann sind wir aufs Sofa, haben einander gekitzelt und geknuffelt. Dabei kam nicht einmal die Frage nach der Gamekonsole auf. Einfach nur ein glücklicher Junge mit seinem glücklichen Vater.

Und, noch nie zuvor habe ich vor 8 Uhr morgens einen Blogbeitrag geschrieben. Vielleicht werden Vater und Sohn noch zu Frühaufstehern?

Reto M. Zurflüh, Elternbildung Aargau und Papa